Das Wandern ist des Imkers Lust

Handwerkszeug
 
Impressionen von einer Imkerreise - organisiert durch das Deutsche Bienenjournal -
nach Nepal im November 2009


Frau Silke Beckedorf gebührt Dank für die Idee und Organisation dieser Reise!
Honig
Blick zum Mount Everest - Massiv durch das Cockpit einer Beechcraft 1900.

Felswand bei Ghandruk in der Annapurna-Region. In dieser Felswand befinden sich ca. 24 Kolonien von Apis laboriosa (Cliff-Bienen).
Bergwälder und Terassen im Annapurna-Gebiet. Viele Bergwälder wurden gerodet, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu gewinnen. Die Bergwälder in diesem Gebiet bestehen vor allem aus Rhododendron-Bäumen.

Rhododendron-Bäume. Im April blühen sie. Ihr Honig ist begehrt, weil er eine berauschende Wirkung hat.
Klotzbeute, eine Beutenart, die sehr häufig in Nepal genutzt wird. Die Seiten sind mit Lehm zugeschmiert. Die Beute ist mit Apis cerana besetzt. Apis cerana ist eine sehr friedliche Biene, sie ist etwas kleiner
als Apis mellifera.


Klotzbeuten findet man häufig an Bauernhäusern, unter dem Dach aufgehängt.
Honig von Apis cerana, gewonnen aus einer Klotzbeute. Der freundliche Herr ist Harka, unser exzellenter nepalesischer Führer, der uns Land & Leute & Kultur & Bienen näher gebracht hat.

Apis cerana wird aber nicht nur in Klotzbeuten gehalten, sondern auch in Magazinen. Brutwabe von Apis cerana. Die Ernte bei dieser Bienenart beträgt zwischen 6 kg/pro Jahr aus Klotzbeuten und bis zu 15 kg/pro Jahr aus Magazinen.
Königin
Pollenwabe
Scharmbau
Wabenhonig
Wandergestell
Nepal
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Gut besetzte Magazinbeute mit
Apis cerana.


Wir sind im Gebiet der Honigjäger, oder sollte man nicht besser sagen: Bienenjäger? Denn schließlich nutzen sie vor allem die Brut der Bienen (Apis laboriosa) als köstliche Delikatesse, der Honig ist quasi ein "Nebenprodukt", das allerdings sehr teuer verkauft wird. Vor allem Südkoreaner wissen die Qualität dieses Honigs zu schätzen.
5 Kolonien der Cliff-Biene (Apis laboriosa) auf engstem Raum unter einem Felsvorsprung. Die Bienen sind sehr wehrhaft und verfolgen potentielle Angreifer über mehrere Hundert Meter. Mich jedenfalls hatten sie bereits gestochen, als ich noch gar nicht wußte, wo ihre Nester sind.

Stachel von Apis laboriosa in meinem Finger. Die Stiche schmerzen sehr viel weniger, als bei Apis mellifera.
Apis laboriosa


Kolonie von Apis laboriosa, welche geerntet werden soll. Die Honigjäger haben die Leiter (eine Strickleiter, die aus Bambusblättern und Holz geflochten ist) "in Stellung gebracht".
Die Honigjäger kommen von oben. Die Bienen erwarten ihre Feinde aber von unten. Durch das Räuchern wird ein Waldbrand vorgegauckelt, so dass die Bienen ihre Wabe verlassen.

Die "Beute" der Honigjäger. So eine Wabe kann ca. 2 m lang werden.
Honigjagd ist Teamarbeit. Auch wenn nur einer auf der Leiter klettert, so sind doch sowohl am unteren, als auch oberen Ende der Leiter (die ca. 60 m lang ist!) viele Mitstreiter notwenig. Das Team der Honigjäger zu Ghandruk.

Apis dorsata. Diese Biene baut ihre Wabe eigentlich auf hohe Bäume. Aber wenn die Bäume gefällt sind, dann siedeln sie auch an Wasserbehältern in luftiger Höhe. Eine sehr wehrhafte Biene, ihr Stich tut fast so weh, wie von Apis mellifera.
Apis dorsata. Irgendetwas stört sie an meiner Fototasche ...


... und sie sticht.
Apis dorsata - wie Apis laboriosa - verfolgt ihre Feinde / Angreifer mehrere Hundert Meter.